TWINT und Zahlungsmethoden im Schweizer E-Commerce

Veröffentlicht am: 2025-04-05

Die Schweiz hat einzigartige Zahlungsgewohnheiten, die sich vom Rest Europas unterscheiden. TWINT hat sich als dominierende Mobile-Payment-Lösung etabliert und ergänzt die klassischen Zahlungsmethoden. Für Online-Händler, die auf Digitec Galaxus, Ricardo.ch oder im eigenen Shop verkaufen, ist der richtige Payment-Mix entscheidend für die Conversion-Rate.

TWINT

TWINT ist die Schweizer Mobile-Payment-App mit über 5 Millionen Nutzern. Im Online-Handel wird TWINT von rund 30% der Schweizer Konsumenten genutzt. Die Integration in Online-Shops erfolgt über TWINT-kompatible Payment Service Provider wie Datatrans, Worldline oder SIX Payment Services. TWINT bietet auch QR-Code-basierte Zahlungen am Point of Sale. Für Shopify-Shops gibt es dedizierte TWINT-Plugins, während WooCommerce und Magento über die PSP-Schnittstellen angebunden werden.

TWINT für Marketplace-Verkäufer

Auf Digitec Galaxus und Ricardo.ch ist TWINT bereits als Zahlungsmethode integriert. Händler müssen sich nicht separat um die TWINT-Anbindung kümmern – die Plattformen wickeln die Zahlung ab und überweisen den Erlös abzüglich Provision an den Verkäufer.

Rechnungskauf

Der Kauf auf Rechnung ist in der Schweiz besonders beliebt – etwa 25% der Online-Käufe werden so abgewickelt. Anbieter wie Klarna, Byjuno und MFGroup bieten Rechnungskauf-Lösungen mit Bonitätsprüfung und Zahlungsgarantie für Händler. Die Zahlungsfrist beträgt typischerweise 30 Tage. Für den Händler ist der Rechnungskauf risikofrei, da der Anbieter das Ausfallrisiko übernimmt und den Betrag sofort gutschreibt.

Byjuno und MFGroup

Neben Klarna sind Byjuno und MFGroup speziell auf den Schweizer Markt ausgerichtete Anbieter. Byjuno bietet neben Rechnungskauf auch Ratenzahlung an und nutzt Schweizer Bonitätsdaten für die Kreditprüfung. MFGroup ist besonders bei grösseren Schweizer Online-Shops verbreitet.

PostFinance

PostFinance E-Finance und PostFinance Card Direct sind wichtige Zahlungsmittel, besonders bei der älteren Zielgruppe. Rund 15% der Schweizer Online-Käufer nutzen PostFinance-Zahlungen regelmässig. PostFinance Card Direct ermöglicht die direkte Belastung des PostFinance-Kontos ohne Kreditkarte. Die Integration erfolgt über die PostFinance-eigene Checkout-Lösung oder über PSP-Partner.

Kreditkarten und weitere Methoden

Visa und Mastercard werden von etwa 35% der Online-Käufer verwendet. PayPal hat einen Anteil von ca. 10%. Apple Pay und Google Pay wachsen stark, besonders im Mobile Commerce. Für maximale Conversion sollten Schweizer Online-Shops mindestens Kreditkarte, TWINT und Rechnungskauf anbieten. Die Transaktionsgebühren variieren: Kreditkarten kosten 1,5-2,5%, TWINT ca. 1,3% und Rechnungskauf 2-4% je nach Anbieter. Zunapro konfiguriert den optimalen Payment-Mix für Ihr Schweizer E-Commerce-Geschäft und berät bei der PSP-Auswahl.

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