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Kft. oder Zrt. — elektronische Eintragung beim Cégbíróság in 1-3 Wochen, NAV-Steuerregistrierung, OTP/K&H-Geschäftskonto inklusive. Profitieren Sie von der EU-weit niedrigsten Társasági adó (Körperschaftsteuer) von 9%.
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Rechtsformen
In Ungarn wählen 90% der Unternehmen die Kft. (Korlátolt Felelősségű Társaság) — niedrige Kapitalanforderung, einfache Verwaltung und Haftungsbeschränkung. Für institutionelle Investoren und größere Strukturen empfiehlt sich die Zrt. (geschlossene AG).
✅ 90% des Mittelstands — der Standard
Ideal für E-Commerce, Software, Beratung, Leichtindustrie, Import-Export und Dienstleistungs-KMUs. Haftung auf das Stammkapital beschränkt — Privatvermögen geschützt. Kapital kann bar oder als Sacheinlage erbracht werden und teilweise erst später eingezahlt werden.
🏛️ Für institutionelle Investoren und Holdings
Holding-Strukturen, Immobiliengesellschaften, Fintechs, Investmentfonds. Aktien sind frei übertragbar, aber nicht börsennotiert. Institutionelleres Auftreten — bevorzugt von VC-finanzierten Start-ups.
👥 Persönliche Partnerschaft + Kommanditist
Familienbetriebe, freiberufliche Partnerschaften (Anwälte, Berater, Künstler) und risikoarme traditionelle Geschäfte. Der beltag haftet unbeschränkt, der kültag nur mit seiner Einlage. Für moderne digitale Unternehmen kaum mehr gewählt.
👤 Einzelperson — KATA / KIVA-Regelungen
Freelancer, Kleinhandwerker, digitale Nomaden. Wählbar: KATA (Pauschalsteuer monatlich bis HUF 18M Umsatz) oder KIVA (Kleinunternehmenssteuer 10%). Privatvermögen haftet — meist Umwandlung in Kft. bei Wachstum.
Gründungsprozess
Dank der elektronischen Eintragung beim Cégbíróság gehört Ungarn zu den schnellsten Gründungsstandorten Europas. Realistischer Zeitplan unten.
Wahl der Rechtsform (Kft. vs Zrt.). Firmierung (név), Tätigkeitsbereich (TEÁOR-Codes, ungarische NACE) und Gesellschafterstruktur werden festgelegt. Bankpräferenz (OTP, K&H, Erste, MKB, Wise) wird besprochen.
Ein ungarischer Rechtsanwalt (ügyvéd) wird beauftragt — Pflicht in Ungarn. Der társasági szerződés (Gesellschaftsvertrag) wird erstellt. Unterzeichnung online oder persönlich (apostillierte Dokumente für ausländische Gesellschafter).
Elektronische Anmeldung beim Fővárosi Törvényszék Cégbírósága. Eine cégjegyzékszám (Registernummer) wird vergeben. Veröffentlichung im Cégközlöny (Amtsblatt). Genehmigung innerhalb von 1-3 Wochen.
Vergabe einer adószám (Steuernummer) durch NAV. ÁFA-Registrierung (USt) — Standard 27%, ermäßigt 18% und 5%. EU-USt-Nummer für innergemeinschaftliche Geschäfte.
Geschäftskonto bei OTP Bank, K&H, Erste Hungary oder MKB. Der Barteil des Stammkapitals wird eingezahlt (Rest kann zugesagt werden). Wise Business als Ergänzung für EU-Exporteure. Ügyfélkapu-Zugang wird eingerichtet.
Ein ungarischer Buchhalter (könyvelő) wird bestellt — in Ungarn Pflicht. Monatliche ÁFA-Erklärungen, quartalsweise iparűzési adó (kommunale Gewerbesteuer) und jährliche társasági adó-Erklärung werden eingerichtet. Erste Rechnung (számla) über NAV Online Számla.
Mit der EU-weit niedrigsten Körperschaftsteuer von 9%, vollem Zugang zum Binnenmarkt, qualifizierten und günstigen Arbeitskräften sowie dem Budapester BPO-Hub ist Ungarn das attraktivste Investitionsland Mitteleuropas.
Ungarns 9% Körperschaftsteuer (Társasági adó) ist die niedrigste in der gesamten EU. Irland liegt bei 12,5%, Bulgarien bei 10% — Ungarn führt mit 9%. Holding-Strukturen profitieren vom Schachtelprivileg (participation exemption) — ausländische Dividenden und Veräußerungsgewinne effektiv steuerfrei.
Ungarn ist EU-Mitglied — Ihre Kft. verkauft zollfrei in 27 EU-Länder. 450 Millionen Verbraucher, OSS-USt-System, automatische Anerkennung von EU-Normen. Schengen-Mitgliedschaft bietet logistische Vorteile.
Budapest ist Mitteleuropas Hauptstadt für BPO und Shared Service Center. IBM, Morgan Stanley, BlackRock, Vodafone und 200+ Konzerne haben hier ihre Hubs. Akademisch gebildete Arbeitskräfte mit Englisch + Deutsch + Französisch zu ca. halben EU-Lohnkosten.
KAVOSZ (Széchenyi Kártya Programja) bietet zinsgünstige KMU-Kredite. Die HIPA (Hungarian Investment Promotion Agency) gewährt Barzuschüsse, Steuerferien und Infrastrukturförderung. Aktives EU-Förderportfolio (Horizon Europe, Kohäsionsfonds).
Im Herzen Europas — Wien, Prag, Warschau und Bukarest in 5 Stunden Fahrzeit. Ost-West-Handelskorridor. Flughafen Liszt Ferenc bewegt 200K Tonnen Fracht pro Jahr. Rail Cargo Hungaria verbindet die Neue Seidenstraße von Asien zur EU.
2024 hat Ungarn das Golden Visa für Immobilieninvestoren wieder eingeführt (mindestens €250.000 Investition). Unternehmer und Geschäftsführer erhalten Aufenthaltstitel (tartózkodási engedély) für geschäftliche Zwecke. Einbürgerung nach 8 Jahren möglich.
Senden Sie uns nur diese Unterlagen — den Rest erledigen wir mit ügyvéd, Cégbíróság, NAV und Bank.
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Ja. Ausländische natürliche und juristische Personen können in Ungarn problemlos eine Kft. oder Zrt. gründen. EU-Bürger benötigen keine zusätzlichen Genehmigungen; für Nicht-EU-Bürger gilt das Reziprozitätsprinzip (keine Einschränkungen für die meisten Länder). Ein Aufenthaltstitel ist für die Gründung nicht erforderlich, aber die Bestellung eines ungarischen ügyvéd (Anwalt) und könyvelő (Buchhalter) ist Pflicht.
Ja — Társasági adó (Körperschaftsteuer) beträgt pauschal 9%, der niedrigste Satz der EU. Hinzu kommt iparűzési adó (kommunale Gewerbesteuer), maximal 2% vom Umsatz (Budapest 2%, in manchen Gemeinden niedriger). Effektive Gesamtbelastung ca. 11%. Holding-Strukturen profitieren vom Schachtelprivileg. Dividendenausschüttungen an natürliche Personen unterliegen 15% Quellensteuer, durch Doppelbesteuerungsabkommen oft reduziert.
Kft.: HUF 3M (≈€7.500) Stammkapital, unbegrenzte Gesellschafterzahl, einfache Verwaltung — für 90% der KMU die richtige Wahl. Zrt.: HUF 5M (≈€12.500), institutionellere Übertragung von Anteilen, igazgatóság und felügyelőbizottság erforderlich — geeignet für VC-finanzierte Unternehmen oder Holding-Strukturen. Die meisten Gründer starten mit Kft. und wandeln später bei Bedarf um.
ÁFA-Standardsatz: 27% (höchster Standard-USt-Satz in Europa), ermäßigt 18% (bestimmte Lebensmittel, Hotelübernachtungen) und 5% (Bücher, Medikamente, Internet, Eier/Milch). Jahresumsatz unter HUF 12M (≈€30.000) qualifiziert für die alanyi adómentesség Kleinunternehmer-Befreiung. Innergemeinschaftlich B2B: Reverse-Charge; B2C-E-Commerce: OSS. NAV Online Számla für elektronische Rechnungen ist Pflicht.
KATA (Kisadózó Vállalkozások Tételes Adója): für egyéni vállalkozó — Pauschalsteuer HUF 50.000/Monat bis HUF 18M Jahresumsatz. Seit 2022 weitgehend auf B2C beschränkt. KIVA (Kisvállalati adó): 10% Kleinunternehmenssteuer für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, ersetzt CIT + Sozialabgaben — oft attraktiv für Dienstleister. Wir prüfen die optimale Regelung gemeinsam mit Ihnen.
Ja, vollständig. Warenverkehrsfreiheit im EU-Binnenmarkt (Schengen). Reverse-Charge-USt für B2B-EU-Verkäufe; OSS für B2C-E-Commerce (€10.000/Jahr Schwelle). Ungarn nutzt EU-weite Freihandels- und Zollunionen (z.B. mit der Türkei, dem UK-Abkommen). HIPA bietet kostenlose Exportberatung für in Ungarn registrierte Unternehmen.
Ungarn hat mit 9% Körperschaftsteuer (Társasági adó) die niedrigste in der EU — der Grund, warum internationale Konzerne Budapest als Holding- und Betriebsstandort wählen. Für ausländische Gründer sind die zwei häufigsten Rechtsformen die Kft. (GmbH) und der Egyéni vállalkozó (Einzelunternehmer).
Die Körperschaftsteuer beträgt pauschal 9% — die niedrigste in der EU. Die lokale Gewerbesteuer (helyi iparűzési adó) liegt typischerweise bei 2% des Nettoumsatzes. Der Standardsatz der ÁFA ist 27% (höchster in der EU), reduzierte Sätze von 5% / 18% gelten für Grundnahrungsmittel, Bücher und Arzneimittel. Quellensteuer auf Dividenden 15%.
Die KATA-Pauschalbesteuerung wurde 2022 reformiert und gilt jetzt nur noch für echte Egyéni vállalkozó, die B2C-Kunden unter HUF 18M Jahresumsatz bedienen. B2B-Rechnungen sind unter KATA nicht mehr zulässig — die meisten ehemaligen KATA-Nutzer sind in das normale KMU-Steuerregime gewechselt.
Tier-1-Banken: OTP Bank (größte), K&H (KBC), Erste, MKB Bank, Raiffeisen, UniCredit. Mehrwährungskonten (HUF/EUR/USD) sind Standard. Zur Absicherung der HUF-Volatilität werden typischerweise 90-Tage-Forward-Kontrakte über OTP Treasury oder UniCredit abgeschlossen.